Vom Kaffeekocher zum Markeninhaber: So kam es zur DESIGNLOVR-Gründung

Schenkt man einem alten chinesischen Sprichwort glauben, so „ist eine Sache geschehen, dann rede nicht darüber. Weil es schwer ist, verschüttetes Wasser wieder einzusammeln.“ Dennoch möchte ich den aktuellen Anlass nutzen, um für einen kurzen Moment lang in Erinnerungen zu schwelgen – und all denjenigen Agenturen zu danken, die in mir den Kaffeekocher gesehen und mich nicht eingestellt haben. Immer wieder werde ich gefragt: „Kim, wie bist du eigentlich zu DESIGNLOVR gekommen?“ und das ist die Geschichte:

Im Ernst, ein Stellenangebot im Facility-Bereich?

Geprägt durch die selbst bestimmende Lebenseinstellung meiner Eltern, sowie die in der Erziehung vermittelten Werte meiner Großeltern, lernte ich schon früh nicht untätig darauf zu warten das sich etwas in meinem Leben verändern würde, sondern das gewünschte Ergebnis selber in die Hand zu nehmen – unabhängig von Erfolg oder Misserfolg.

Und so wusste ich ganz genau, wie es nach dem erfolgreichen Abschluss der Sekundarstufe I in meinem Leben weiter gehen sollte: Ein Jahr Fach-Wirtschaftsgymnasium, um so die Fachhochschulreife zu erlangen, da nach eine IT-Ausbildung, um etwas zukunftsorientiertes zu Papier zu bringen und das Ganze abrunden sollte ein Design-Studium an einer Fakultät für Design und Gestaltung.

Herr Granz, leider können wir Ihre Bewerbung mit Bezug auf die freie Stelle im Design nicht berücksichtigen, möchten Sie aber auf unser offenes Stellenagenbot im Facility-Bereich aufmerksam machen.

Auszug aus einer E-Mail

Doch wie so oft blieb alles anders: Auf Grund der Verabschiedung des automatischen Erwerbs der Fachhochschulreife nach dem erfolgreichen Abschluss der 11. Klasse war es mir nicht möglich nach meiner Ausbildung zum IT-Systemelektroniker an einer Hochschule die Fächer Kommunikations- bzw. Mediendesign zu belegen.

Um dennoch meiner kreativen Leidenschaft den nötigen Freiraum zu gewähren, den es braucht, habe ich mich auf dem zweiten Bildungsweg bei unzähligen deutschen Kreativ- und Werbeagenturen in den unterschiedlichsten Positionen beworben – ohne jeglichen Erfolg. „Herr Granz, leider können wir Ihre Bewerbung mit Bezug auf die freie Stelle im Design nicht berücksichtigen, möchten Sie aber auf unser offenes Stellenagenbot im Facility-Bereich aufmerksam machen“, so lautet der erniedrigendste Tiefschlag.

Fickt euch, liebe „Nein“-Sager!

„Fickt Euch“, so dachte ich damals! Heute bin ich über jede Absage dankbar und möchte mich, frei nach einer fast vergessenen Tugend, aus vollstem Respekt bei allen Agenturen und Nein-Sagern für das damalige Nichteinstellen bedanken. Schließlich habe ich aus dem Frust heraus nicht nur im Jahre 2010 zu meiner Passion und heutigen Marke – DESIGNLOVR – gefunden, sondern durfte in den letzten Jahren mit unzähligen Designer, Werbern und Fotografen über die unterschiedlichsten Produkte, Kampagnen und Skizzen philosophieren.

Außerdem wären mir, neben all den Reisen in die unterschiedlichsten Ländern dieser Welt, die daraus entstandenen Freundschaften nicht zu teil gewesen, die mein Leben heute so einzigartig und wertvoll machen.

Abschließend, diese Geschichte, die von DESIGNLOVR und mir, ist noch lange nicht zu Ende, so viel ist sicher, denn genau in diesem Moment fängt ein neues Kapitel an…