Mein Besuch in der neuen IWC Manufaktur in Schaffhausen

Aus Gründen der Transparenz möchte ich Dich darauf hinweisen, dass die Marke IWC Schaffhausen für mich die Kosten der An- und Abreise sowie für die Unterkunft übernommen hat.

Ist es nicht schade, dass gutes Handwerk mit der Zeit immer weniger geschätzt wird? Während meiner Tour durch die neu eröffnete IWC Manufaktur in Schaffhausen wird mir immer bewusster, warum mich handgefertigte Produkte so faszinieren: Es ist die Liebe, die jeder einzelne Mitarbeiter in das Produkt steckt. Doch immer der Reihe nach…

„Es ist eine einmalige Chance“, sagte mir Zurab vom Swisswatches Blog – und er muss es wissen, schließlich beschäftigt er sich seit Jahren mit mechanischen Uhren. Umso mehr hat es mich gefreut, dass ich einen exklusiven Blick hinter die Kulissen der neuen IWC Manufaktur in Schaffhausen werfen durfte. In Bremen gestartet, ging es mit dem Flieger über München nach Zürich, von wo aus wir mit einem IWC Shuttlebus nach Dübendorf gefahren sind.

Mein zweiter Rundflug mit der „IWC“ Ju-52 – und die Pionierzeit der Fliegerei

Auf dem Weg zum Air Force Center erzählte uns Percy vom Luxify Blog von seinem Kindheitstraum: ein Rundflug mit der „IWC“ Ju-52. Es war spannend zu beobachten, wie nervös er war, schließlich kannte ich die Situation und durfte vor rund zwei Jahren einen ähnlichen Höhenflug erleben. Während ich also wusste welches Highlight mich erwarten würde, probierte ich mich bei diesem Besuch stärker auf die Geschichte der Fliegerei und die Verbindung zum Uhrenhandwerk zu fokussieren.

Ein perfekter Ort dafür ist das Dübendorfer Flieger-Lab. Es bietet fantastische Einblicke in die Pionierzeit der Fliegerei, als die Piloten in den ungeheizten Cockpits Wind und Wetter trotzen mussten. Immer wieder musste ich bei meinem Rundgang durch das Museum auf mein Handgelenk schauen und schließlich wurde mir bewusst, woher das Aussehen der IWC Pilots Kollektion stammt.

Doch ging es bei unserem Besuch im Air Force Center nicht nur um die Geschichte der Fliegerei, sondern auch um das Erleben der Marke IWC – und was bot sich da mehr an, als ein Rundflug mit der „IWC“ Ju-52?! Während ich schon einmal bei Minusgraden durch die Schweizer Alpen geflogen bin, freute ich mich dieses Mal auf einen sommerlichen Rundflug mit der alten „Tante Ju“ – und wurde wieder nicht enttäuscht. Auch im Sommer ist es einfach ein unglaubliches Gefühl die Gletscher aus greifbarer Nähe zu erleben.

IWC Manufaktur: Design als Erfolgsfaktor in der Produktion

Am nächsten Morgen war es dann soweit: Mit dem IWC Shuttlebus ging es vom Schaffhausener Stadtkern aus in Richtung Merishausen ins Hemmental, wo das neue IWC Manufakturzentrum auf uns wartete. Bereits der erste Anblick der neuen Produktionsstätte ließ mein „Designer-Herz“ höher schlagen. In Gedanken bei Ludwig Mies van der Rohe, war es die puristische Architektur mit ihren klaren Formen und den großzügigen Fensterfronten, die mich sofort überzeugt hat.

Spätestens nachdem wir den freundlich-luxuriösen Empfangsbereich durchschritten und die von IWC an die Bedürfnisse des Uhrenmachers angepassten Kittel übergezogen hatten, war mir klar: Design ist ein absoluter Erfolgsfaktor in der Produktion – und das hat auch mein nachfolgender Rundgang durch die neue IWC Manufaktur bestätigt.

Beispielsweise sind die einzelnen Arbeitsbereiche in einem hellen Weiß gehalten, sodass die MitarbeiterInnen über genügend Licht an ihren Arbeitsplätzen verfügen. Zur Trennung der Sicherheitsbereiche wurden die Laufwege in Anthrazit eingefärbt, sodass die offene Raumstruktur nicht durch beengende Abgrenzungen gestört wird.

Auch die Umkleideräume sind architektonisch durchdacht: Die UhrenmacherInnen setzen sich auf die extra angefertigte „Bank“ in der Mitte des Raumes, um sich auf der einen Seite ihre Schuhe aus- und auf der anderen Seite ihre speziellen „Uhrenmacherschuhe“ wieder anzuziehen. Diese Art und Weise der Raumtrennung sorgt dafür, dass sich die Schmutzbildung in der Manufaktur deutlich verringert.

Die handwerklichen Liebe zum Detail fasziniert mich

Während wir mittlerweile die IWC Manufaktur wieder verlassen hatten und beim gemeinsamen Mittag saßen, wirkte bei mir der Besuch der neuen IWC Manufaktur noch nach: Was war es, das mich so fasziniert hat?

Zwar waren sowohl die Architektur der neuen Produktionsstätte, als auch die durchweg freundlichen Mitarbeiter, die sich viel Zeit für uns und unsere Fragen genommen hatten, ein ausschlaggebender Punkt, doch viel mehr hat mich die Liebe zum Detail, mit der das Uhrenhandwerk bei IWC gelebt wird fasziniert.

Es gibt z. B. UhrenmacherInnen, die über 60 Tage an einer Komplikation arbeiten und Schrauben, Rädchen und Anker mit bloßem Auge millimetergenau ineinander setzen, bevor das Herz der Uhr anfängt zu schlagen. Ist das nicht unglaublich?